Das kranke Knie

Welche Grunderkrankungen des Kniegelenks können dazu führen, dass ein künstlicher Gelenkersatz notwendig wird? Sehr häufig ist die Kniegelenkarthrose (Gonarthrose) dafür verantwortlich. Die Kniegelenkarthrose ist eine Verschleißerkrankung, die dazu führen kann, dass im Kniegelenk irgendwann keine schützende Knorpelschicht mehr vorhanden ist und jede Bewegung starke Schmerzen verursacht.

Eine Gelenkarthrose im Knie kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Häufige Gründe für den Gelenkknorpel-Verschleiß sind Gelenkentzündungen (z.B. eine rheumatoide Arthritis), Fehlstellungen der Beinachse (z.B. X-Bein oder O-Bein), Fehlbildungen des Kniegelenkes bzw. des Beins sowie verschiedene Stoffwechselerkrankungen. Darüber hinaus können Verletzungen des Kniegelenkes und permanente Überlastungen während der Arbeit, beim Sport oder in der Freizeit einen Gelenkverschleiß begünstigen.

Hüftgelenk-Erkrankung als Ausgangspunkt für Kniegelenk-Arthrose

Das Kniegelenk kann darüber hinaus auch infolge einer Hüftgelenk-Erkrankung geschädigt werden. Eine fortschreitende Hüftgelenk-Erkrankung (z.B. eine Hüftgelenk-Arthrose) verursacht häufig starke Schmerzen und verändert das Bewegungsverhalten des gesamten Beines. Diese dauerhafte Fehlbelastung beim Gehen kann dazu führen, dass der Knorpel des Kniegelenks zunehmend geschädigt wird.

Wird ein fortschreitender Knorpelschaden nicht ausreichend therapiert, reiben die Gelenkknochen irgendwann direkt aneinander: Die dadurch verursachten Schmerzen können die Gelenkbeweglichkeit derart einschränken, dass selbst kurze Wege zur Qual werden. Ein künstliches Kniegelenk (als Teil- oder Totalprothese) kann die ursprüngliche Beweglichkeit des Knies wiederherstellen, Schmerzen reduzieren bzw. sogar ganz auflösen und so die Rückkehr in ein aktives Leben ermöglichen.