Was moderne Knieprothesen leisten

Wer möchte nicht bis ins hohe Alter gesund und aktiv bleiben? Fakt ist: Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen – und damit auch die Ansprüche an die eigene Beweglichkeit.

Bei der Gelenkersatz-Therapie (Endoprothetik) im Bereich des Kniegelenkes kommen entweder Teil- oder Totalprothesen zum Einsatz. Hierbei und bei der Wahl der Prothesen-Verankerung gibt es zahlreiche Optionen. Welche davon angewandt werden, ist abhängig von mehreren individuellen Faktoren – wie etwa dem Lebensalter des Patienten, dem Geschlecht, der Knochenbeschaffenheit, dem allgemeinen Gesundheitszustand und nicht zuletzt den persönlichen Anforderungen an die eigene Mobilität.

Grundsätzlich ist jede moderne Knie-Endoprothese dem Kniegelenk bestmöglich nachempfunden, um verschlissene Knorpel- und Knochenstrukturen adäquat zu ersetzen. Je nachdem, ob nur Teile des Gelenkes geschädigt sind (z.B. nur der äußere Gelenkknorren des Oberschenkelknochens) oder das ganze Gelenk, können unterschiedliche Prothesen-Typen verwendet werden.

Teilprothese oder Total-Endoprothese?

Zu den häufig eingesetzten Teilprothesen gehört die einseitige Schlittenprothese. Sie wird dann eingesetzt, wenn lediglich der Knorpel eines Gelenkknorrens des Oberschenkelknochens verschlissen ist und noch alle Bänder des Kniegelenkes voll funktionsfähig sind. Die Prothese für den Oberschenkelknochen besteht aus einer Metallkufe, die auf die betroffene Knochenrolle gesetzt wird. Für den gegenüberliegenden Anteil des Unterschenkelknochens wird meist eine fest fixierte Kunststoff-Komponente mit Metallbasis verwendet.

Bei den Total-Endoprothesen (TEP) unterscheidet man zwischen ungekoppelten und gekoppelten Knie-Prothesen. Ungekoppelte Prothesen sind im Unterschied zu den gekoppelten nicht mechanisch verbunden. Dadurch kann die natürliche Bewegungsfreiheit des Kniegelenkes weitestgehend erhalten bleiben. Jedoch müssen für den Einsatz einer ungekoppelten Endoprothese die Seitenbänder des Knies und das hintere Kreuzband voll funktionsfähig sein.

Vorteile moderner Knie-Endoprothesen

Wer möchte nicht bis ins hohe Alter gesund und aktiv bleiben? Fakt ist: Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen – und damit auch die Ansprüche an die eigene Beweglichkeit.

Die Gelenkersatz-Operation am Knie gehört zusammen mit der Gelenkersatz-Operation an der Hüfte zu den etabliertesten und mit Abstand am häufigsten durchgeführten Eingriffen in der Endoprothetik. Entsprechend umfassend sind die Erfahrungswerte mit dieser operativen Therapie.

Moderne Knie-Endoprothesen verfügen über eine lange Lebensdauer und ermöglichen den Patienten meist schon wenige Wochen nach der OP eine deutlich verbesserte Beweglichkeit. Die Patienten können durch das künstliche Kniegelenk eine Lebensqualität zurückerhalten, die nicht mehr durch quälende Schmerzen und eine stark eingeschränkte Mobilität getrübt wird. Und: In der Regel vergehen viele Jahre, bis eine Knie-Endoprothese allmählich an Funktionsfähigkeit einbüßt und bei einem Wechseleingriff ausgetauscht werden muss.