So geht es nach der Operation weiter

Nach Ende des Eingriffes werden Sie zurück in Ihr Bett gebracht und für einige Stunden im AUFWACHRAUM unter der Aufsicht von unserem geschulten Pflegepersonal überwacht. Wenn Sie nach dem Eingriff aufgewacht sind und sich Ihr Allgemeinzustand stabilisiert hat, werden Sie zurück in Ihr Zimmer auf der Station verlegt.

In der ersten Nacht sieht das Pflegeteam auf Station nach Ihnen, überwacht Ihren KREISLAUF und Sie erhalten intravenös individuell auf Sie abgestimmte Schmerzmittel gegen den Wundschmerz. Diese werden in den darauffolgenden Tagen auf Tabletten umgestellt. Sechs Stunden nach dem Eingriff dürfen Sie wieder essen und trinken. Zur Vermeidung einer Thrombose erhalten Sie – bis zu Ihrer Entlassung täglich zur selben Zeit – eine Spritze oder Tabletten.

Schon in den ersten Tagen nach der Operation geht es los mit dem Aufrichten, STEHEN UND GEHEN lernen unter physiotherapeutischer Anleitung. Gemeinsam mit einem Physiotherapeuten starten Sie bereits am Tag nach der OP im Liegen mit Beuge- und Streckübungen sowie den ersten Mobilisationsversuchen an der Bettkante.

Wann das operierte Bein wie belastet werden kann, entscheiden unsere Ärzte auf Station in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Operateur. Denn nur sie kennen alle maßgeblichen Faktoren: Ihre MUSKELKRAFT, den Stand der Wundheilung und den Sitz der Prothese.

Wurde das künstliche Gelenk zementfrei verankert dauert es unter Umständen etwas, bis es fest mit dem Knochen verwachsen ist. Erst dann kann mit einer TEILBELASTUNG des Beines begonnen werden. Ausschlaggebend für die Steigerung der Beweglichkeit ist auch die Entfernung der Absaugschläuche, die im Normalfall zwischen dem zweiten und vierten postoperativen Tag erfolgt.

Sobald Sie dürfen, beginnen Sie mit der GANGSCHULUNG. Sie lernen den richtigen Umgang mit den Gehstützen, die Ihnen in den ersten Wochen auf den Beinen die nötige Sicherheit geben. All diese Bewegungen üben sie täglich mit den Physiotherapeuten. Vermeiden Sie jedoch Drehbewegungen, das Heranziehen des Beins zur Körpermitte und tiefes Sitzen.

Während Ihres Aufenthalts im Juliusspital kümmern sich die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes um Ihre weitere Nachbehandlung. Diese sollte in aller Regel in einer ANSCHLUSSHEILBEHANDLUNG – ambulant oder stationär – fortgeführt werden.

Eine Woche nach der Operation – und nach den ersten Gehversuchen – wird bei der Röntgenkontrolle Ihres neuen Gelenkes nochmals der korrekte SITZ DER PROTHESE überprüft. Mit diesen Röntgenbildern, allen Untersuchungsergebnissen sowie wichtigen Informationen, entlassen wir Sie dann nach einem zehn- bis 14-tägigen Aufenthalt in unserem Hause in die Anschlussheilbehandlung.

Die weitere Nachbehandlung übernimmt ein niedergelassener Orthopäde. Sollten Sie im Vorfeld nicht von diesem zur Operation eingewiesen worden sein, werden wir uns gerne um einen solchen kümmern.